02.05.2012 Locas In Love

Mittwoch, 02.05.2012

Locas In Love

special guest: Helmolt

Einlass: 19:00   Beginn: 20:00   Venue: Indra

Obwohl Locas In Love schon immer für Unbedingtheit und Konsequenz standen, sind die neuen Songs von einer künstlerischen Radikalität, die ihresgleichen sucht. Es geht darum, Dinge zu sagen, die gesagt werden müssen. Dinge, die nur Locas in Love sagen können. Sätze, die den Widerspruch „persönlich – allgemeingültig“ auflösen, weil sie so persönlich sind, dass sie allgemeingültig wirken müssen. Die Musik, die nun losbricht, kündet von den Möglichkeiten und der Unbegrenztheit dessen, was alles passieren könnte: Jubilierender Noise-Rock ertönt, My Bloody Valentine spielen mit Stereolab, es jauchzt und kracht. Die Musik antwortet dem Text. Es spricht für sich, dass „Lemming“ zwar ihr textlich radikalstes, aber auch ihr bislang schönstes Album ist. „Es ist alles wirklich so schlimm wie es scheint“ singen sie, doch es klingt so zart und hymnisch, dass sich nichts anderes als Zuversicht einstellen mag.

„Lemming“ ist eine bald seufzende, bald dröhnende, dann wieder jubelnde Platte. Während anfangs noch der Noise-Ohrwurm „Road Movie“ und das cool tuckernde Kraut-Pop-Stück „An den falschen Orten“ als offensichtliche Hits herausstechen, wird bald klar, dass die Band noch aus den sperrigsten Stücken die enthemmte Hymne herauszukitzeln in der Lage ist. Der „Lemming“ muss voran, sein Getriebensein kennt keine Schüchternheiten: Folglich jault und kracht und wummert es hier, dass es nur so eine Art hat. Die Flaming Lips treffen auf Suicide; Velvet Underground spielen Technicolor-Pop.

Locas in Love sind wie der „Lemming“, der nicht anders kann, der einfach nur muss. Hier ist alles enthalten: die radikale Forderung, der völlige Unbedingtheitswille, der Drang nach Relevanz, das Nicht-anders-können, das Machen-müssen.

Vor allem aber zeichnet diese Musik etwas aus, was lange – nicht nur bei deutschsprachiger Musik – gefehlt hatte: Attitüde. Zwar werden keine expliziten Phrasen des Aufruhrs gedroschen, aber aus jedem Ton dringen Haltung und ein gänzlich selbstverständliches Anderssein: Diese Band klingt, als könnte man an sie glauben.

FACTS
- Locas In Love seit 2001: Stefanie Schrank (Baß, Tasten, Gesang), Björn Sonnenberg
(Gitarre, Tasten, Gesang), Jan Niklas Jansen (Gitarre, Tontechnik)
- produziert von Paul Savage (Delgados, Mogwai, Franz Ferdinand, Arab Strap uvm.) im
Chem 19 in Glasgow
- Mix von Peter Katis (The National, Jonsi/Sigur Ros, Interpol, Frightened Rabbit uvm.) in
Bridgeport, CT und von Spoon-Schlagzeuger Jim Eno in Austin, TX
- viertes Album der Band nach What Matters Is The Poem (2004), Saurus (2007) und Winter
(2008)

Video:
Youtube Video Cnb5EyONfrI

Veranstalter:
Hi Life Konzerte GmbH


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