Alexisonfire zählen zu den aufregendsten Protagonisten des harten Musiksektors, die in den letzten Jahren das Genre des Post-Hardcore mit neuem Leben füllten. Mit ihrem Mix aus Melancholie und Härte, berührenden Melodien und vertracktem Songwriting haben die fünf Kanadier nicht nur ihr Heimatland im Sturm erobert, wo bisher alle Alben Gold- oder Platin-Auszeichnungen erhielten. Auch in Europa wächst ihre Anhängerschaft stetig. So dürfen sich die deutschen Fans auf zwei Konzerte, am 27. Juni in Hamburg und am 1. Juli in Berlin, freuen, bei denen Alexisonfire die Songs ihres aktuellen Albums „Old Crows/Young Cardinals“ dem heimischen Publikum vorstellen werden.
Alle Mitglieder hatten das Berufsziel Profimusiker bereits einige Jahre verfolgt, bevor sich Alexisonfire 2001 in der Kleinstadt St. Catharines im kanadischen Ontario zusammenfanden. Aus den Resten dreier Bands ging das neue Quintett Alexisonfire hervor. Kein Jahr nach Gründung erschien bereits ihre erste selbstproduzierte EP, mit der sie einen Plattenvertrag ergattern konnten. Anfang 2003 wurde dann ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlicht, das trotz brachialer Härte ein großer Erfolg war. Die Gold-Auszeichnung folgte keine drei Monate später.
Seither ging es steil nach oben für Alexisonfire – sowohl kommerziell als auch künstlerisch. Mit jedem neuen Werk entwickelten sich George Pettit (Vocals), Dalls Green und Wade McNeil (Gitarre, Vocals), Chris Steele (Bass) und Jordan Hastings (Drums) weiter. Anfänglich noch dem peitschenden Post-Hardcore zuzurechnen, brachen sie Stilistik und Klangzutaten weiter auf und ergänzten ihren Sound mit Elementen des Metalcore, Screamo, NuMetal oder virtuos gespieltem, druckvollem Alternative.
Hierbei kam ihnen insbesondere zugute, dass sie über drei ausgezeichnete, höchst unterschiedlich agierende Sänger verfügen: Während George Pettit die charakteristischen intensiven Schreie und Growls liefert, stammen die melancholisch-verträumten Gesangsmelodien von Dallas Green. Wade McNeils rauer Rockgesang rundet dieses vielschichtige Triumvirat der guten Stimmen ab.
Wo ihr zweites Album „Watch Out!“ von 2004 noch recht stilkonservativ im Post-Hardcore verankert war, begann 2006 mit „Crisis“ die Erweiterung des Sounds. Seitdem gelten Alexisonfire nicht mehr nur als eine weitere gute Band des Sektors, sondern als Garanten für Innovation und stilistische Weiterentwicklung. Eine Platin-Auszeichnung in Kanada sowie zahlreiche kanadische Musikpreise waren die Folge. Ihr aktuelles Album „Old Crows/Young Cardinals“ knüpft an diese klangliche Tradition an. Es ist ein Werk, das in seiner Vielschichtigkeit für sich alleine steht.
Neue Inspirationen und Ideen holen sich die fünf Musiker in vielen Seitenprojekten. Während Dallas Green mit City and Colour seinen Folk-Wurzeln nachspürt, verfügt Wade McNeil mit den Black Lungs und den Cancer Bats gleich über zwei erfolgreiche Rockprojekte. George Pettit spielt Bass in der Hardcore-Legende Fucked Up aus Toronto, Drummer Jordan Hastings hat mit Freunden aus der Band Moneen die Punk-Supergroup Hunter gegründet. Hier finden sie die spannenden Elemente, die jede neue Alexisonfire-Veröffentlichung zu einem Ereignis machen.





